CSU erarbeitet Alternativen f. VHS/MS
Brief an den Bürgermeister mit Vorschlägen für Alternativen für VHS und Musikschule
Realisierungsvorschläge zur Zukunftssicherung von VHS /Musikschule und von Grafinger Vereinen
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Heiler,
wie verschiedentlich besprochen, übermitteln wir nachfolgend einige Gedanken und eigene Vorschläge, nachdem das Projekt Sanierung Rotter Strasse 8 mit einem Kostenrahmen von etwa € 3,1 Mio. zur Zeit nicht finanzierbar ist. Vertreter des CSU-Ortsverbandes /der CSU-Fraktion haben sich über alternative Konzepte Gedanken gemacht und mit verschiedenen Anbietern Gespräche geführt. Folgende Lösungsvorschläge und Alternativen liegen zum Vergleich und zur Abwägung vor:
1) Beibehaltung einer dezentralen Lösung:
a) Beibehaltung bzw. Optimierung (mit geringen finanziellen Mitteln) der bisherigen, seit Teilschließung des Gebäudes Rotter Straße 8, dezentralen Lösung unter Einbeziehung aller vorhandenen Räumlichkeiten (vor allem in Grafings Schulen und anderer stadteigener Gebäude).
b) Anmietung einer Fläche von etwa 292 m² in der Rotter Strasse 14 / Bichler Hof im 1.Stock (Hr. Schlederer als Eigentümer erklärt sich bereit, diese Räume 18 Monate mietfrei zur Verfügung zu stellen, lediglich die Nebenkosten müssten während dieser Zeit übernommen werden übernommen werden) als Kernflächen mit entsprechend noch zu verhandelnden Bedingungen gegen Übernahme der Umbaukosten, Kostenschätzung noch erforderlich) in den notwendigen Umfängen. Für die Zeit nach Ablauf der 18 mietfreien Monate kann bereits jetzt die dann entsprechende Miethöhe ausgehandelt werden. Dies erfolgt unter Beibehaltung von einigen bereits jetzt genutzten, weiteren Räumen in der Stadt wie unter 1 a) im Umfang von etwa 700 m².
c) Anmietung von zentrumsnahen Flächen von entweder 670m² oder 720m² für etwa € 12.-/qm plus Nebenkosten unter teilweiser Beibehaltung von einigen, bereits jetzt genutzten weiteren Räumen in der Stadt. Die Information hinsichtlich der geführten Gespräche mit dem Eigentümer liegen Ihnen seit den Haushaltsberatungen vor. Hierbei ist von einer weiteren Beibehaltung von etwa 300 m² bisheriger Flächen auszugehen.
2) Zentrale Lösung mit den im wesentlichen benötigten Räumlichkeiten an einem Standort:
a) Anmietung von den unter 1 c) angebotenen Flächen, hier jetzt im Gesamtumfang von bis zu 1.400 m² unter Aufgabe aller bisher genutzten dezentralen Räumlichkeiten für ca. € 12.-/qm zzgl. Nebenkosten. Die Finanzierung der Mietzahlungen wird in den nächsten Jahren durch die Veräußerung von den derzeit zum Verkauf angebotenen Flächen (Gerhard Hauptmann Strasse / Kellerstrasse) bzw. dem Verkauf des Gebäudes Rotter Straße 8 und bei Bedarf, von Teilen der öffentlichen Parkflächen sichergestellt.
b) Verkauf des Gebäudes Rotter Straße 8 an einen möglichen Investor (Angebote verschiedener Investoren liegen vor) z.B. unter Erbbauregelung und Rückmietung des darauf erstellten Neubaus angelegt auf 10 Jahre und anschließendem Rückerwerb. Mögliche Finanzierung durch Verkauf weiterer städtischer Flächen, da der Verkaufserlös aus der Veräußerung der beiden Grundstücke Kellerstraße und Gerhart-Hauptmann-Str. nicht ausreichen wird.
c) Verkauf des Gebäudes der Rotter Strasse 8 inkl. der angrenzenden Parkflächen an einen Investor und Überplanung der städtischen Gesamtflächen mit der Auflage zur Erstellung von öffentlich nutzbaren Tiefgaragenparkplätzen in ähnlichem, derzeitigen Umfang. Nachteilig wirkt sich hier der Rückbau des gerade erst erstellten Parkplatzes und die Zurückzahlung der dafür erhaltenen Städtebaufördermittel auf den Erlös und einer darauf folgenden Anmietung eines zu erstellenden Neubaus als VHS, Musikschule und Vereinshauses, aus.
Nur das unter Punkt 1a) angeführte Konzept ist verständlicherweise kurzfristig umsetzbar. Alle anderen Lösungen bedingen weitere Verhandlungen und Planungsbedarf sowie u. Umständen Genehmigungsverfahren.
Finanzierbar sind sämtliche Konzepte nur, wenn man in die Ausarbeitung der Lösungen weiter intensiv Zeit investiert, um sie schlüssig zu durchdenken, auszuhandeln und entsprechend zur Finanzierung auch wie vorgeschlagen, weitere Flächen der Stadt veräußert und die dabei erlösten Mittel mittelfristig für die Mietzahlungen einsetzt, bis nötige Rückstellungen angespart werden können. Als Beispiele können hier die Flächen an der Grundschule, an der Glonner Straße oder auch der Verkauf des angestrebten Parkplatzes an der Gartenstraße genannt werden ,der ähnlich wie unter 2 b) an einen Investor verkauft wird, der sich dabei entsprechend verpflichtet, einige öffentlich nutzbare Tiefgaragenplätze zur Verfügung zu stellen. Dass Tiefgaragenplätze nicht jedermanns Sache sind, versteht sich von selbst, jedoch, in Zeiten knapper Kassen sind uns die Hände gebunden. Auf der anderen Seite sind diese Stellplätze auch in Bezug auf Nachbarbebauung in keinster Weise immissionsproblematisch, die europaweite angestrebte Verdichtung des innerstädtischen Bereichs wird vorangetrieben und die dort erstellten Wohn- und Geschäftsräume können eine weitere Bereicherung für das Leben und die Bürger in Grafing darstellen. Eine mögliche Kombination der verschiedenen Lösungen und Teillösungen versteht sich von allein.
Mit freundlichen Grüßen
Max E. Graf von Rechberg
Ortsvorsitzender
